Montag, 24. September 2007

Bridge over troubled Water !

Richter 20,16:
"Und unter all diesem Volk waren 700 auserlesene Männer, die linkshändig waren; die schleuderten alle einen Stein haargenau, ohne zu verfehlen."


Aus dem Kontext geht hervor, dass den Männer in der Schlacht zuvor der rechte Arm abgeschlagen wurde. Sie waren ursprünglich Rechtshänder, Gott hat sie mit der linken Hand aber so stark gemacht, dass sie einen Stein haargenau werfen konnten.

Die Männer wurden in ihrem Kampf verwundet.
Sie haben sich aber dafür entschieden weiter zu kämpfen.

Das Ergebnis:
Gott hat sie noch stärker gemacht als sie ursprünglich waren.

Das trifft doch auch manchmal auf unser heutiges Leben zu. Es gibt doch immer wieder Bereiche oder "Kämpfe" in denen wir "geistlich" oder "seelisch" verwundet werden:

- Wenn wir von Mitmenschen falsch behandelt oder gar gehasst werden.
- Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren.
- Wenn wir von einer schweren Krankheit geplagt werden usw...

Wenn wir allerdings erkennen, dass Gott, wenn wir an ihm festhalten, uns durch die Verletzungen noch stärker machen kann, dann können wir mit der vergangenen oder der andauernden Verletzung ganz anders umgehen.


Persönliches Zeugnis:

Im Jahr 2005 hatte ich eine schwere depressive Episode (Burn-Out), die alles in allem 7 Monate angehalten hat. In dieser Episode hatte ich hinzukommend noch einen schweren Unfall,der 2 Wochen künstliches Koma (künstliche Beatmung und Ernährung) und 5 Wochen Intensivstation zur Folge hatte (Doppelter Kieferbruch, Brustwirbelbruch, Doppelter Rippenbruch, Schädelfraktur).

Nach dieser ungewissen,aber den Umständen entsprechenden gut überstandenen Zeit, folgten noch ca. 3 Monate Klinikaufenthalt, die einer Kur glichen. Im Dezember 2005 durfte ich, wenn auch noch nicht 100 %-ig fit, endlich wieder nach Hause. Im Januar 2006 konnte ich das Studium wieder aufgreifen. Diese Zeit war eine sehr ungewisse und gleichzeitig auch unangenehme Zeit für mich, da ich selbst keine Gewissheit im Glauben hatte und mehr oder weniger aus eigener Kraft versucht habe wieder auf die Beine zu kommen.
Zu meiner Verwunderung hab ich das Grundstudium, im Vergleich zum Vorjahr, dann doch relativ locker und erfolgreich hinter mich bringen können.

Gegen Ende 2006 hab ich dann die oben aufgeführte Stelle in einer Bill Wilson Predigt gehört und diese Andacht hat mich so sehr berührt bzw. angesprochen, dass ich das Gefühl hatte, dass Gott direkt zu mir gesagt hat: "Ìch habe mit dir noch was vor !"

Rückblickend betrachtet wurde ich relativ schwer verwundet, aber aus dieser Verletzung heraus sind so viele positive Dinge entstanden(geordnetes Leben, Gesundheit,Familie + Freunde usw.), die mich stärker gemacht haben und für die ich einfach nur Gott und den Menschen dankbar sein kann, die mich in dieser schweren Zeit unterstützt haben (sei es im Gebet, sei es in Form von Mut zusprechen, sei es einfach im "Für-einander-da-sein").......

Und wenn es Zeiten gibt, in denen mich irgendwas runterziehen will, dann habe ich immer dieses schwere Jahr 2005 vor Augen und weiß dass Gott mich durch diese Zeit getragen und stärker gemacht hat und mir dadurch sehr viel Selbsbewusstsein schenkt !

Über dieser Zeit stehen zwei Songs (der eine ist von Kid Rock "Only God knows why !", weiter unten im Blog zu finden) und der andere ist von Simon und Garfunkel:

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