Vor einigen Jahren war ich mit meinem damaligen Hauskreis in München bei einem Kongress. Neben uns saß ein älterer Herr, irgendwie erschien er mir schüchtern. Doch war er mir gleich sympathisch, doch zu der Veranstaltung schien er nicht so sehr zu passen, so wie ich. Am nächsten Tag stand er vorne auf der Bühne und erzählte seine Lebensgeschichte die mich seither immer wieder berührt und immer wieder herausfordert.
Bruce flog mit 18 Jahren ohne ein Wort Spanisch zu können nach Venezuela (ohne Rückflugticket), denn er meinte Gottes Weg für sein Leben dort zu sehen. Er hörte von dem Indianerstamm der Motilonen, die wie seit Jahrhunderten im Urwaldgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela lebten und von denen kaum ein Fremder der das Stammesgebiet betrat dies auch überlebte.
Auf wundersame Weise kam er in Kontakt mit diesem Stamm, lebte mit ihnen alleine 10 Jahre. Seine Liebe zu diesen Menschen und den Respekt und Weitsicht mit denen er ihnen begegnet rauben mir den Atem.
Bruce spricht 15 Sprachen, hat linguistische wissenschaftliche Arbeit besonders in Bezug auf Stammessprachen geleistet. Berät Politiker Kolumbiens und setze sich für agrar- und medizinische- Versorgung von Indianerstämmen ein, berichtet internationalen Organisationen (UN) und vieles mehr. Doch sein Glauben an einen großen, liebenden Gott, der seinen Sohn zur Welt schickte um die Menschen zur erlösen, veränderte Menschen, Kulturen, Politiker, das Verständnis von Mission und hat auch mich stark geprägt.
Aber höre am besten selbst mal rein!
Es lohnt sich:
Über den Link http://www.mission-live.de/ findet ihr in 2 Audiodateien die Lebensgeschichte von ihm selbst erzahlt (Deutscht/Englisch)!
Weitere Homepage der Motilonen und Textauszüge in Englisch unter :
www.bruceolson.com
Es gibt zwei Bücher von ihm. Die Deutsche Übersetzung mit dem verwirrenden Titel: „Ich schwörs bei diesem Kreuz – ich töte euch“ von 1973.
Und die Englische Version „Brutchko“ gibt es auch eine Neuauflage mit der Gefangenschaft (1988) durch die Guerillakämpfer.
(Ein Beitrag von Andi L.)

1 Kommentar:
Und das wichtigste von allem ist wohl der Bericht über diesen Motilonenhäuptling, welcher sich im englischen Buch noch viel spannender liest: Auf die Frage, weshalb dieser Mann so furchtbar in ein Erdloch schreien würde, gab der Freund von Bruce zur Antwort: "Er ruft nach Gott. Ein falscher Prophet hätte sie vor Zeiten verführt, ihm zu folgen, von Gott wegzugehen. Und jetzt wissen sie nicht mehr, wo Gott ist, irgenwo hinter dem Horizont."
Es gibt also eine Überlieferung für den Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies, die glaubwürdig ist, allen Spöttern zum Trotz, die dies als Märchen abtun wollen. Und daraus folgt dann logischerweise auch die Richtigkeit des Evangeliums, dass nämlich Gott selbst den Rückweg frei machen muss und frei macht, in Jesus Christus.
Kommentar veröffentlichen